Bald werden wir sterben vor Kummer, den niemand wahrgenommen hat.

Wer keine wirkliche Lust am Leben hat, darf das fast nicht sagen. Zumindest werden ihm dann Ratschläge über Ratschläge gegeben, wie er das ändern könnte oder wie das Leben doch lebenswert sei.

Aber niemand sieht in mich hinein und nach was ich mich sehne. Und was ich mir für einen Zustand wünschte. Manchmal scheint mir, dass soviel Trauer über unserer Welt hängt und niemand sieht sie. Niemand sieht diese Welt, wie sie weint und wie sie grosse Schmerzen und schweren Kummer hat und auf Heilung wartet. Irgendwie hofft, dass sie jemand darin sieht. Jemand sie wahrnimmt und jemand sie liebevoll berührt und da ist. Die ganze Zeit. Immer. Für immer.

Aber wer hört die Schreie?
Wer sieht all den Kummer in unseren Herzen?
Und wer kann unsere Einsamkeit fühlen?
Wer nimmt unsere dunklen Gedanken war?
Und sieht all die verletzten, gebrochenen Herzen?
Die Wunden, die unsichtbar sind?
Den Schmerz, der (zu) tief vergraben ist?
Wer?
Wer?

Musik: Carrying a Torch – Van Morrison

Photo by Sharon McCutcheon on Unsplash

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