Das Bad.

Im Schleier der Nacht lebe ich. In diesem Schleier bin ich niemals glücklich und ich komme nirgends an. Ich irre herum und höre nichts Liebes.

Einmal da lüftete sich der Schleier.
Dann sah ich die Menschen.
Was nicht besser war.
So zog ich diesen Schleier wieder an.
Tauchte wieder ein in die Nacht.
In Dunkelheit.

Und denke jetzt wieder die Gedanken dieser Nacht.
Die mir sagen, welche Fehler ich habe.
Welche Fehler ich mache.
Die mich als krank benennen.
Die mir Vorhaltungen machen.
Und für mich ein Bad aus Schuld einlaufen lassen.
Wo ich dann jeden Tag baden gehe.
Und mich damit fülle.

Und da ist kein Handtuch, mit dem ich meine Gedanken wegtrocknen könnte.
Keine warme Luft, die die nassen Lügen zum Verschwinden bringt.

Ja, am Tag bade ich ohne Halt.
Und in der Nacht ziehe ich diesen Schleier wieder an, der mir angeblich etwas Halt gibt.

Photo by Hanna Postova on Unsplash

Musik: Noel Gallagher’s High Flying Birds, Alone On The Rope

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s