Ich glaube, selbst unendlich wäre für mich zu wenig lange zum Weinen.

Ich gehe an einen Ort, wohin du mir nicht folgen kannst. Wo ich endlich weinen kann und meine Traurigkeit nie mehr verstecken muss. Wo ich nur heulen werde. Die ganze Zeit. Vom Morgen bis zum Abend. Wenn es denn dort sowas überhaupt gibt.

Jetzt gehe ich. Ich bin nicht traurig darüber und der Abschied fällt mir nicht schwer.

Dann werde ich an dem Ort angekommen sein.

Und dort weine ich nur noch.
Ich denke nicht mehr.
Ich male weder Bilder noch schreibe ich.
Ich mache überhaupt nichts als nur weinen.
Nur weinen.
Weinen.
Weinen.
Weinen.
Und weinen.

Dass mir alles so weh tut. Dass es mich so schmerzt. Dass es mich so verletzt hat. Dass ich so schwach bin. Und nicht genug stark war. Dass mein Sehnen mich bedrückt. Dass ich oft nur Schuld sehe und kein Ausweg daraus.

Ich weiss nicht genau, wann ich diesen Ort dann wieder verlassen werde. Ob überhaupt jemals. Und ich weiss nicht einmal ob es genügend Zeit zum Weinen wäre, wenn ich dort unendlich lange bleiben würde, um all meine Trauer, Traurigkeit, Schmerzen und Verletzungen rauszulassen.

Ich denke selbst unendlich wäre zu wenig lang.

Photo by Anthony Tran on Unsplash

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