Die Rose, die du mir gestern geschenkt hast, habe ich gegessen und dann auf den Tod gewartet.

Wenn die Wolken am Himmel weiss sind, dann mache ich sie dunkel. Wenn sie dunkel sind, dann mache ich sie ganz schwarz. Denn wenn es mir gut geht, sehne ich mich nach Melancholie. Und wenn ich melancholisch bin, dann möchte ich depressiv werden.

Habe ich die Wolken dann ganz schwarz gemalt, dann verfluche ich sie zum Abschluss, so dass sie ihren Platz am Himmel verlassen und ganz ganz tief fallen. Bin ich in einer Depression, dann wünsche ich mir selbst den Tod. Nur, damit ich falle. Tief und weit. Und mir dabei zusehen kann, wie ich falle. Ins Bodenlose. In ein unendliches Loch. Schwarz, schleimig und grausam böse.

Wer sagt denn, das es Hoffnung gibt?
Wer sagt, dass wo Dunkelheit ist, auch irgendwo ein Licht scheint?
Wer sagt, dass sich kämpfen lohnt? Und dass aufgeben nicht die Lösung ist?
Wer sagt, dass das Leben gut und der Tod umso grausamer ist?
Wer sagt denn, dass das alles einen Sinn macht?

Niemand sagt es.

Niemand.

Photo by Saffu on Unsplash

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s