Ohne dich schlafe ich ein. Für immer.

Ich schaue aufs Meer hinaus und ich denke an dich. Hier versuche, ich ruhig zu sein und all die Verletzungen hinter mir zu lassen. Aber es geht nicht. Tränen kommen hervor und rollen über meine Wangen. Ich beginne zu weinen und ich spüre all die Schmerzen, all die Trauer, alle Wunden, alle nicht erfüllten Wünsche, die hervorbrechen und sich mit ganzer Wucht bemerkbar machen.

Du fehlst mir.
An dich denke ich.
Aber du bist jetzt nicht da.
Das tut weh.
So weh.

Ich liege jetzt am Ufer des Meeres und höre das Wasser und die Wellen, die am Ufer ankommen. Ich möchte alles hier lassen. Auch all die schweren Gedanken. Alle Schmerzen. Die ganze Trauer. Als ich einschlafe, höre ich noch immer das Wasser. Aber es beruhigt mich nicht wirklich. Schliesslich erlöst mich der Schlaf von meinen quälenden Gedanken.

Am nächsten Morgen bleibe ich dort am Ufer liegen. Bis am Abend. Bis zum nächsten Morgen. Bleibe liegen. Bis zum nächsten Tag. Tag für Tag, Nacht für Nacht bleibe ich liegen. Bis ich zu wenig getrunken habe, zu wenig gegessen habe. Hunger habe ich aber nicht, Durst verspüre ich auch keinen. Denn ich werde von verurteilenden Gedanken und grossen Schmerzen heimgesucht. Meine Seele ist erfüllt von Anklage. Mein Herz blutet. Es ist am Verbluten. Am achten Tag schliesslich schlafe ich ein.

Und wache nie wieder auf.

Zuvor noch habe ich an dich gedacht.
Habe mir vorgestellt, dass du mich liebst.
Dass du auch an mich denkst.
Und dass du mich sehr magst.

Das Meer aber bleibt. Die Wellen brechen sich weiter am Ufer. Und das Wasser hört man wie zuvor.

Photo by Kees Streefkerk on Unsplash

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