Ich sah das Schwert zu spät. Aber ich hätte eh nichts dagegen machen können.

Nachdem du gegangen warst, wurden meine Gedanken schwarz, mein Herz begann zu verfaulen und mein Gehirn spielte verrückt. Die Hoffnung begann immer mehr zu schwinden und ich sah bereits, wie auch ich diese Erde verlassen würde.

Als ich immer und immer wieder an dich dachte, da wurde mein Körper auf einmal mit ganz viel Wärme durchdrungen und mein Herz begann, wieder stark und kräftig zu werden. In meine Gedanken drang wieder Hoffnung ein. Und ein Sinn. Dass es nicht meine Bestimmung wäre, diese Welt jetzt schon zu verlassen. Dass es meine Bestimmung war, auf dieser Welt zu bleiben.

Ich dachte, dass es falsch ist, zu denken, nur, weil eine geliebte Person etwas tut, dass man dies gleich zwangsläufig nachmachen muss. Und dass jeder seine eigene Bestimmung finden muss und der nachgehen soll. Das kann manchmal sehr schwierig sein. Aber wir haben nun man nicht alle die gleiche Bestimmung. Auch wenn einige Alpha-Tiere ihre Bestimmung und ihr Denken am liebsten allen anderen aufdrängen oder aufzwängen möchten.

***

Heute denke ich jeden Tag an dich. Du bist immer und immer bei mir und in meinen Gedanken. Weil du gegangen bist, heisst das nicht, dass ich jetzt nicht mehr an dich denke. Und weil es schon so lange her ist, bedeutet das nicht, dass es mich nicht jeden Tag erneut schmerzt, dass du nicht mehr da bist. Einige Dinge werden nie heilen, egal, wie lange man es auch versuchen mag, die Wunden zu verschliessen.

Du hast irgendwo in meinem Herz hineingestochen und dann das scharfe Schwert wieder brutal herausgezogen. Du hast meine Seele in zwei Stücke geteilt, die es schwer haben, wieder richtig zueinander zu finden. Und du hast mich alleine gelassen. Alleine in meinem Schmerz und in meiner Liebe zu dir.

Aber ich habe jetzt auch viele gute Tage. Tage, wo ich mich selber gern habe und wo ich weiss, es macht irgendeinen Sinn, dass ich lebe. Auch, wenn dieser „nur“ darin bestehen würde oder mag, dass ich mich gern haben darf und mich freuen kann, dass es mich gibt.

Photo by Drop the Label Movement on Unsplash

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