Der Fisch im Meer wurde blutrot, als ich hineinwatete.

Heute Nacht gehe ich ins Meer und ertränke mich. Ich tue es, denn ich will leben. Wenn das Meer mich sanft und fürsorglich aufnimmt, dann möchte ich darin weiterleben. Ansonsten definitiv nicht mehr.

Einmal da dachte ich, die Farbe blau sei mir hold. Dann stellte sich heraus, dass es nicht blau war, sondern blutrot. Mein Herz wurde zerrissen, meine Seele gequält, mein Verstand ausgeschaltet, meine Gedanken von fremden Händen übernommen und meine Gefühle manipuliert.

Ich wollte lieben. Es ging nicht.
Ich wollte geliebt werden. Ich konnte es nicht spüren.
Ich wollte die Welt verstehen. Es gelang mir nicht.
Ich wollte dir näher kommen. Ich scheiterte.
Ich fragte dich etwas. Du antwortetest mir nicht.
Ich ging dann. Und du bliebst.

Als ich am Meer ankam, ging ich hinein und lud die blutrote Farbe ab. Der Schmerz dabei zerriss mich fast. Die Tränen schossen mir in die Augen. Ich dachte wirklich, dass ich jetzt sterben werde. Die Gedanken verurteilten mich. Die Schuld fühlte sich bleischwer an. Ein Weg schien nicht mehr zu existieren. Ausweglos.

Was dann geschah weiss ich nicht mehr. Plötzlich standest du neben mir und nahmst mich in den Arm. Du drücktest mich lange Zeit und ich konnte dich spüren. Und wahrnehmen, was du über mich dachtest.

Als du mich so annahmst, kam das Leben zurück. Und damit die Hoffnung.

Für jemanden da sein kann so viel verändern.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s