Im Meer der Tränen gefangen. Durch die Gedanken verzweifelt. In der Einsamkeit aufgegeben.

Wenn Traurigkeit kommt, dann bin ich auf dem richtigen Weg.

Wenn die Leere nicht mehr so drängend ist, dann komme ich zur Ruhe.

Wenn ich weiss, dass ich mich auch alleine nicht schlecht fühlen muss, dann gehen die Sorgen weg.

***

Als ich am Meer war, da vergass ich alles um mich herum. Ich wusste gar nicht, dass ich mich selbst mögen kann und nicht immer jemanden brauche, um mich zu mögen. Irgendwie ein recht spezielles Gefühl, aber ich konnte spüren, wie ich mich selbst gern hatte und das genügte in dem Moment.

Als die Sonne unterging, schlief ich ein. Als es Morgen wurde und die Sonne wieder aufging, ging ich Richtung Wasser. Ich lief hinein und wusste genau, dass ich nicht schwimmen kann. Aber ich wollte nicht mehr.

Trotz allem.

Als mich das Meer immer mehr einnahm, wegspülte und schliesslich unter sich begrub, dachte ich an die Sonnenblume. Obwohl häufig mit anderen Gefährtinnen und Gefährten umgeben, wächst sie doch alleine, lebt alleine und ist mit sich selbst. Denn nur sie lebt ja in sich. Sie mag gelb sein, aber das heisst nicht, dass sie nicht manchmal auch einsam ist. Und damit kann nur sie selbst umgehen.

Manche können es.

Und manche auch nicht.

***

Wenn Traurigkeit kommt, falle ich oder blühe auf.

Wenn Leere da ist, dann schaffe ich es, sie mit Dingen von mir zu füllen. Mit Anteilen von meiner Persönlichkeit. Oder ich schaffe es auch nicht.

Wenn ich alleine bin oder mich einsam fühle oder einsam bin, dann kann ich daraus gestärkt hervorgehen, wenn ich in der Einsamkeit zu mir finden kann.

Oder ich kann dabei sterben.

Photo by Naomi August on Unsplash

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