Auf dem Weg zurück kam ich an deinem Haus vorbei. Ich weinte.

Als du mich berührtest, da flossen die Tränen.
Als du mir zeigtest, dass du wirklich an mir interessiert bist, da spürte ich das Leben.
Als du dann gingst, da verstand ich die Welt nicht mehr.

***

Seither versuche ich, möglichst gut wieder ins Leben zu finden.
Aber so leicht geht es nicht. Ich kann nicht einfach so weitermachen, als wäre nichts passiert. Als wärest du einfach so auswechselbar und ich hätte genug Resilienz, wie man so schön sagt.

Ich möchte auch stärker werden. Mehr psychische Widerstandskraft haben. Aber so einfach ist auch das nicht. Das Leben wäre um einiges einfacher, wenn ich mehr davon hätte, denke ich.

Jetzt suche ich irgendwie nach einem Aspekt, zu was meine teilweise mangelnde Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen, gut ist.

Vielleicht gibts auch keinen.

Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass ich nur schlecht Dinge akzeptieren kann, die ich so nicht möchte und anders haben möchte. Darin bin ich wirklich nicht sehr gut.

Vielleicht kann man das ja lernen. Dinge zu akzeptieren, so, wie sie sind. Ein Nein zu akzeptieren. Ein Alleinlassen zu akzeptieren. Ganz? Ein wenig? Ein ganz kleines bisschen?

***

Und ja, vielleicht möchtest du ja auch gar nicht, dass ich noch an dich denke. Denn das kann ja auch quasi ein Eingriff in die Persönlichkeit des Anderen sein. Wenn jemand jemanden nicht loslassen will.

Zum Glück stärkt einen das Leben immer wieder. Zumindest ich erlebe das so. Wie schlimm ist es, wenn man die Zuversicht verliert?

Photo by Scott Webb on Unsplash

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s