Für mich hat die Welt hier ein Ende. Denn was ist, wenn am Ende des Tunnels kein Licht scheint.

Bevor ich gehe, gibt es nicht mehr viel zu sagen.
Über einige Dinge bin ich traurig.
Über manches vergiesse ich immer noch Tränen.

Aber diese Welt zurückzulassen, darüber vergeude ich keine Träne.
Vielleicht die Leute, die ich liebte.
Und vorallem: Die mich liebten.
Aber sonst, was hat mir diese Welt schon gegeben?

Viel Trauer, viel Ablehnung, viele dunkle Stunden, viele Selbstzweifel, viel Unwohlsein.
Manchmal jede Minute. Soviele Gedanken der Angst. Soviel Anklage.

Warum kann man nicht einfach gehen?
Einsteigen und in eine andere Welt fliegen.
Wo man nicht soviel zu kämpfen hat.
Wo nicht jeder Tag so hart ist.
Wo die Gedanken wirklich frei sind.
Wo man das Gute sieht.
Das Schöne und viele neue Wege.

Hier auf dieser Welt sehe ich manchmal nur einen Weg.
Ein Weg voll mit Dornen und mit Hindernissen, die nie aufzuhören scheinen.
Dumpf im Hintergrund höre ich etwas von Liebe.
Von Wohlsein und von mit-sich-selbst-im-Reinen-sein.
Im Hintergrund.

Und: Selbst mir vergeht einmal der Humor.
Mit Humor habe ich versucht, so vieles zu überwinden.
Versucht.

Aber was, wenn die Energie einfach mal ausgeht?
Und alles dumpf und perspektivelos scheint?

Wenn ich jetzt wünschen könnte und diese Welt verlassen könnte.
Hinein in eine leichtere Welt.
Dann würde ich wohl auch wieder Weihnachten feiern. Ein letztes Mal.
Und das wäre dann mein Weihnachtsgeschenk:
Diese Welt zu verlassen.

Photo by Kelly Sikkema on Unsplash

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