Ich mache heute mal ein bisschen Striptease vor euch. Wem davor graut, der kann die Show jetzt noch rechtzeitig verlassen.

Ich bin manchmal gefangen.
In meiner eigenen Welt, in die ich mich selbst eingesperrt habe.
Da rauszukommen, ist gar nicht so einfach.
Mal die Schemen sein zu lassen und andere Sichtweisen in Betracht zu ziehen braucht Kraft und Überwindung.
Denn das Bekannte lädt auch dazu ein, darin zu verweilen und das Unbekannte zu lassen.

Manchmal drehe und drehe ich mich und weiss nicht, wo ich anhalten soll.
Ich wünsche mir, dass du da wärest.

Ich weiss nicht, ob dieser Wunsch nicht eigentlich recht egoistisch ist.
Selbstlos sicher nicht.
Den Anspruch, selbstlos und uneigennützig zu sein, habe ich irgendwie aufgegeben.
Ich bin halt einfach ein Mensch.
Bei Gott kein Gutmensch und ganz bestimmt nicht der Freund und Helfer.

Ich lebe halt mein eigenes Leben.
Und schaue zu einem grossen Teil auf mich.
Möchte meine Ideen, Pläne und Wünsche umsetzen.
Und strebe nach meinem Glück.
Ich suche meinen Sinn im Leben und ich möchte meine „Bestimmung“ finden.

Immerhin versuche ich nicht vorzutäuschen, dass ich alles nur für die Anderen mache.
Wer mich danach fragt, dem gebe ich die ehrliche Antwort.
Und wer in mir etwas sucht, ich weiss nicht, ob er oder sie es finden wird.

Um zugänglicher zu werden, gäbe es vieles, an das ich mich halten sollte.
Bei Gott lauten die Rückmeldungen sicher nicht, dass ich sehr zugänglich bin.
Jedenfalls nicht, wenn es tiefer geht.

Vielleicht suche ich das, was ich selber nicht geben kann.
Vielleicht suche ich das, was ich selber nicht bin.
Vielleicht sehne ich mich nach dem, was ich selber nicht stillen kann.

Man könnte vielleicht auch sagen, dass ich nichts Einfaches gebe und geben kann.
Eher etwas undurchschaubares, nicht einordnungsfähiges, teilweise verstörendes, melancholisches. Vielleicht manchmal auch etwas trübes, undurchsichtiges. Sicher etwas, das man verdauen muss und es nicht alles aufs Mal einnehmen sollte.
Nur immer eine kleine Menge davon kosten sollte.

Ja, so ungefähr bin ich.
Ich habe nicht gesagt, dass ich einfach bin.
Und ich glaube, dass ich es mir selbst auch nicht einfach mache.
Ich nehme sicher nicht immer den schnellsten, einfachsten und auf den ersten Blick logischsten Weg.
Und ja, wer mit mir zusammen sein möchte, der wählt bestimmt auch nicht den erstbesten Weg.

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