Betrüger! Lügner! Alter, so geht das nicht!

Am Altar da vorne opfert er sich selbst.
Seine Träume. Seine Empfindungen. Seine Gefühle.
Seine Wünsche. Seine Begehrlichkeiten. Seinen Geschmack.
Am Schluss: Sein Leben und seine Identität.

Zwar nicht mit Blut, dafür bezahlt er mit seinem Herzen.

Für eine Person.
Die er nicht kennt.
Die er nie gesehen hat.

Jesus.
Sei verdammt!
Sei verflucht!
Ewig und für immer.

Dafür, dass du mich betrogen hast.
Mit einem gemalten Bild.
Voller Plattheit und oberflächlichem Ausdruck.
Mich meiner Träume beraubt hast.

Kirche.
Brenne!
Für immer!

Du hast mich in die Irre geführt.
Du hast mich gefangen und mir dann mit Religion den Kopf gewaschen.

Auf dem Altar liegt ein Herz, das langsam zu schlagen aufhört.
Jesus und die Kirche kommen und holen sich dieses tote Herz.
Sie haben ihren Job erfüllt.
Es WAR mein Herz.

Ich bin jetzt nur noch eine Hülle. Mein Selbst hat aufgehört zu existieren.

Der Altar wird gereinigt, bereit für die nächste Person.
Für das nächste Herz.

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