Sei verdammt! Ja, für immer!

Es war einmal ein Autist. Der schwitzte Blut vor Angst. Die Angst betäubte er mit Alkohol und Drogen. Gemäss seiner Therapeutin sei Autismus keine Krankheit. Sie zeichne ihn als einen besonderen Menschen aus.

Bullshit ist das, dachte er. Denn in dieser Welt fühlte er sich fremd. Vor den Menschen hatte er Angst. Neue Verletzungen wurden seinem Herzen jeden Tag zugefügt.

Bis er eines Tages die Verletzungen nicht mehr alle behandeln konnte und daran zerbrach und zugrundeging.

Anfangs November sprang er von der Brücke. Und starb. Suizid nennen es einige. Freitod andere. Oder freiwilliges Scheiden aus dem Leben.

Für ihn war es nicht freiwillig. Denn er hätte leben wollen. Aber die Schmerzen wurden zuviel und seine Ängste grösser und grösser. Bis sie zu gross für ihn waren.

Sein Überreste verbrannte man und streute die Asche über der Stadt aus. Unwillkommen im Leben, vereint mit den Menschen im Tod. Was ist das für eine verkehrte Welt.

Nach seinem Tod flogen Vögel zu seinem Todesort und andere Tiere gesellten sich dazu. Sie gedachten ihm. Indem sie dort spielten und es lustig hatten. Die Vögel pfiffen fröhliche Lieder. Die anderen tollten herum.

Keine Engel kamen, kein Gott gedachte diesem Autist.

Vielleicht hatte sich Gott extra irgendwo versteckt, weil er nicht zu dem stehen wollte, was er getan hatte. Denn wenn es ihn gibt, dann muss man ihn fragen:

„Was bist du für ein Gott, der Menschen schafft, die aufgrund einer Krankheit nicht ins Leben finden“?

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