Ich denke, dass mein Vater und meine Mutter mich aus Langeweile gezeugt haben.

-Ich denke, die Welt wäre ohne mich optimistischer.
-Ich denke, wenn ich nicht an mich denken würde, dann würde es niemand tun.
-Ich denke, wenn die Sonne beginnen würde, sich zu drehen, dann wäre ich verloren. Und neben mir wohl auch noch ziemlich viele andere Leute.
-Ich denke, die Gottlosen sind ganz glücklich auf dieser Welt. Ist ja auch logisch: Kein Gott kann ihnen das Leben versauen.
-Ich denke, wenn Jesus nochmal wiederkommen würde, er würde mich mitnehmen. Nicht, weil ich nie Sex hatte, aber weil ich mein Lieblings-T-Shirt in diesem Moment anhaben würde. Und auf diesem steht: „Jesus saved my life!“. Obwohl ich das ja nicht wirklich glaube. Aber auch Jesus hat offensichtlich etwas übrig für bedruckte T-Shirts. Natürlich noch viel mehr, wenn sein Name darauf verherrlicht wird.
-Ich denke, dass die Welt glücklicher wäre, wenn die Schokolade nicht schwarz oder braun wäre, sondern vorwiegend weisse Schokolade gegessen würde. Obwohl es dabei wichtig wäre, dass die schwarze Schokolade nie ganz verschwindet. Das ist jetzt nicht politisch zu deuten. Und wenn, dann ist es die Unterstützung einer Minderheit. Nämlich der weissen Schokolade.
-Ich denke, wenn die Welt voll Liebe wäre, dann würde der Mensch darin nicht überleben. Man kann annehmen, dass der Mensch das gar nicht aushalten würde. Und es scheint, dass die Menschen mehrheitlich einen rauhen Umgangston brauchen, damit sie kämpfen lernen. Damit sie lernen, für sich zu kämpfen.
-Ich denke, die Vögel am Morgen pfeifen, singen und zwitschern, damit wenigstens jemand am Morgen gute Laune versprüht.
-Ich denke, dass meine Freundin am Morgen noch vor dem ersten Kaffe das erste Lied singt. Ich nicht.
-Ich denke, dass mein Vater und meine Mutter mich aus Langeweile gezeugt haben. Vielleicht war gerade kein Gras da, das gemäht werden musste. Der Haushalt war bereits gemacht und alle Konzerte gehört, die man so hören konnte.
-Ich denke, dass die Schule humaner werden sollte. Sie sollte gratis Umarmungen verteilen und keine trockenen mathematischen Formeln. Und auch keine brüllende Lehrerschaft.
-Ich denke, die Gedanken sind frei.
-Ich denke, meine Zeit wird kommen. Vielleicht wenn der erste Schnee kommt. Wer weiss.
-Ich denke. Aber wissen tue ich es nun wirklich nicht.

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