In dieser Welt bist du verstummt. Aber ich weiss, du lebst weiter.

Du sagst mir, dass du nicht mehr leben willst. Ich weiss nicht, ob ich dich verstehe. Dich wirklich verstehe.

Die Rosen im Garten pflückst du und stellst sie in die Vase. Am nächsten Tag kannst du die Rosen nicht mehr sehen und zerschmetterst die Vase mit den Rosen darin.

Wenn ich dich besuchen komme, stürmst du zur Tür. Ich nahm häufig an, dass du dich freust, wenn ich komme.

Manchmal aber bleibst du in deinem Zimmer und wirfst mir die Schlüssel nur durchs Fenster hinunter. Dann denke ich, du hast kein Interesse an mir.

Du sagst mir, dass du die Welt manchmal ganz in rot getaucht siehst. An anderen Tagen aber dunkel. Oder manchmal auch einfach grau ohne Farbe.

Manchmal schreibst du mir Nachrichten, wie ich dir fehlen würde. Manchmal schreibst du nicht. Manchmal denkst du nur. Manchmal denkst du nicht einmal. So nehme ich dich zumindest wahr.

* * *

An einem warmen Tag, wo eigentlich die Sonne da war und geschienen hat, bist du verstummt. Du hörtest auf zu atmen. Du bist gegangen. Du hast diese Welt verlassen.

Ich vermisse dich.

 

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