Als sie zu Hause ankam, machte sie sich etwas Kleines zu essen, las noch ein bisschen und schlief dann ein.

Es war spät am Abend, als er nochmals kurz vors Haus ging. Es war ein Impuls und er folgte diesem Impuls.

Sie war auf dem Nachhauseweg und dachte, sie bleibe jetzt kurz vor diesem Haus stehen. Um kurz innezuhalten. Es war ein Impuls und sie folgte diesem Impuls.

* * *

Er sah sie in rot. Sie sah ihn in orange. Ihre Körper leuchteten in der dunklen Nacht. Denn es war bereits richtig dunkel.

Sie küssten sich. Ihre Lippen brannten.

Ihre Lippe wurde in gelb getaucht. Seine Lippe wurde ganz rot. Der Boden, auf dem sie standen, wurde zu Silber.

Die Sterne begannen golden zu glänzen, funkelten und glitzerten. Der Mond wurde feurig und schien sich wie ein Feuerrad zu drehen.

Die beiden spürten ein aufkommendes Kribbeln. Das Kribbeln begann in ihren Fingerspitzen und breitete sich über den ganzen Körper aus. Dann wurden sie mehr und mehr eingenommen von ganz intensiven Gefühlen. Liebe, Verlangen, Glück. Mehr Glück. Mehr Verlangen. Verlangen nacheinander. Sie entkleideten ihre Körper. Deren Farben blitzten, wechselten schnell von einer Farbe in die andere. Grün, Gelb, Orange, Rot. Und begannen zu beben. Die Natur um sie herum wurde zu einer Disco wie als Umrahmung. Ihre Körper bewegten sich aufeinander. Ineinander. Miteinander.

Kurz vor dem Orgasmus begann das Haus zu brennen!

Grellgrün!

Dann kam er. Er stöhnte!

Sie kam! Sie schrie!

EKSTASE!

Das Haus stürzte ein!

Der Mond schien sich noch wilder zu drehen!

Die Sterne glitzerten noch mehr!

Der Boden, auf dem sie lagen, wechselte von Silber in Bronze!

* * *

Als er draussen vors Haus kam, sah er nichts Besonderes. Er sah sie nicht.

Als sie vor dem Haus anhielt, sah sie nichts Besonderes. Sie sah ihn nicht.

Sie hielt kurz inne und ging dann weiter. Weiter nach Hause.

Er nahm einige tiefe Züge von der kühlen Abendluft. Dann trat er wieder ins Haus.

* * *

Sie lagen auf dem bronzenen Boden. Durchgeschwitzt. Ausgepowert. Ihre Haare zerzaust.

Ein Wind kam auf. Und er trieb ihre Seelen fort. Dahin, wo die Körper nicht hingelangen können. An einen Ort, der für die Seele allein bestimmt ist.

Zurück blieb der bronzene Boden. Zurück blieb der feurige Mond, dessen Feuerrad mittlerweile aufgehört hatte zu drehen. Zurück blieben die Sterne, die aufgehört hatten zu glitzern.

Die Asche des abgebrannten Hauses wurde vom Wind weggeweht und über die Umgebung verstreut.

* * *

Nachdem er wieder im Haus war, machte er sich noch einen Tee und ging dann zu Bett.

Als sie zu Hause ankam, machte sie sich etwas Kleines zu essen, las noch ein bisschen und schlief dann ein.

 

 

 

 

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