Ich suche die Stelle aber nicht mehr auf, wo ich dich gesehen habe.

Am Horizont sehe ich dich. Wie du auf mich zukommst. Du tanzst zur Musik. Du sagst nichts, denn du musst nichts sagen. Du schaust zum Himmel empor und verschwindest dann. Ich kenne dich nicht. Ich weiss nicht wer du bist. Ich laufe der Stelle entgegen, wo du gewesen bist. Der Boden dort ist wunderschön lila gefärbt. Du hast aber nichts sonst hinterlassen. Vielleicht sagt mir ja die Luft etwas. Die du dort eingeatmet hast. Die du brauchst zum Leben. Sie sagt aber nichts. Jedenfalls nichts, dass ich hören könnte.

Ich gehe weg von dem Ort, wo du gewesen bist.

Als dann ein Gewitter aufkommt, denke ich an dich.
Als es mir schlecht geht, denke ich an dich.
Als ich müde bin, denke ich an dich.
Als ich auf dem Höhepunkt bin, denke ich an dich.
Als ich Vertrauen habe, denke ich an dich.
Als ich bei mir bin, denke ich an dich.
Als ich nicht mehr denken kann, denke ich doch noch an dich.
Als ich zuviele Stimmen höre, denke ich an dich.
Als ich angekommen bin, denke ich an dich.
Als ich nichts mehr hören kann, denke ich an dich.
Als die Bäume sanft wipfen, denke ich an dich.
Als ich eingeschlafen bin, denke ich an dich, in der Nacht.
Als ich fröhlich bin, denke ich an dich.
Als der Abend kommt, denke ich an dich.
Als ich am Morgen aufwache, denke ich an dich.

Ich suche die Stelle aber nicht mehr auf, wo ich dich gesehen habe. Aber ich habe dich sehen können und war dort, wo du gewesen bist.

Danke!

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