Love yourself. Der (weite) Weg zur Selbstannahme.

Sich selbst lieben? Tönt vielleicht auf den „ersten Blick“ so selbstverständlich, dass man gar nicht mehr darüber reden bzw. schreiben müsste. Aber ich machs jetzt trotzdem.

Logisch, sich selbst lieben und sich selbst annehmen ist ziemlich wichtig. Das wissen glaub sogar die Fische im Wasser und der Papagei im Dschungel mittlerweile (oder vielleicht haben die es ja noch vor uns Menschen gewusst; würde mich nicht erstaunen).

Ok, also gut, sich selbst annehmen. Klar. Aber wie geht das?

Ein paar Dinge, die mir helfen dabei:

-Sehr wichtig: Freunde, die an einen glauben und die in dir das Gute sehen. Und die dich annehmen wie du bist (tönt recht trivial, aber ist glaub doch ziemlich wichtig).

-So blöd es tönt: Das Leben. D.h. Dinge, die geschehen, der Lauf der Dinge, verschiedene Tage mit verschiedenen Ereignissen, Anlässe, Wahrnehmungen, Dinge, die man sieht, etc., können meiner Ansicht nach dazu führen, dass du bereit wirst, die selbst anzunehmen und dich selbst zu lieben. Ja, bevor du dich selbst lieben kannst, musst du ja erstmal dazu bereit werden.

-Andere Menschen, die dir als Inspiration dienen.

-Deine Gedanken. Meiner Ansicht nach müssen sich zu Beginn die Gedanken, die du über dich hast, so verändern, dass sie dir positive Sachen über dich sagen. Oder, dass sie dich sogar mögen. Sie sollten liebevolle Dinge über dich sagen und dich sachte behandeln. Meiner Erfahrung nach kommen solche positiven Gedanken immer mehr, wenn eben Freunde dich wirklich annehmen, deinen Wert herausstreichen und dir schöne Dinge über dich sagen. Du hast dann diese positiven Gedanken in dir und irgendwann wirst du ihnen und deinen Freunden glauben und du wirst dich immer mehr annehmen können und sogar selbst lieben.

-Nicht Gott. Nein, leider nein, muss man hier sagen. Gott wird dir nicht plötzlich gute Gedanken schicken, dir nicht eine „Jetzt liebe ich mich selbst-Pille“ per Post schicken (vielleicht sogar noch mit der Verhütungspille dazu:-)) und schon gar nicht mit dir zusammen jammern. Denn DU hast selber die Macht über dein Denken und wie du dich siehst. Klar gibt es verschiedenste Dinge, die dich davon abhalten können, diese Macht auch zu benutzen und dich wirklich so zu sehen, wie du bist und dich anzunehmen und zu lieben. Aber trotzdem hast du diese Macht. Das ist eigentlich eine sehr gute Nachricht, finde ich.

-Sich überlegen, was man gerne macht und wo man sein Herzblut reinstecken würde (reinsteckt). Manchmal kann man über diese Dinge auch einen Zugang zu sich finden.

-Sich Zeit für sich nehmen, in die Natur gehen, oder sonst was Angenehmes machen, wo man aktiviert wird und sich selbst geniessen (so doof das vielleicht tönen mag).

-Selbsttrost für den eigenen Körper. Idee von Mia auf ihrem Blog Mias Anker. Mehr dazu könnt ihr im Artikel dazu auf ihrem Blog lesen. Also sich selbst berühren, auch die Stellen am Körper, die man nicht so toll findet und ihnen Gutes zusprechen (tönt vielleicht auch ein bisschen crazy, aber wohl nur, weil man das zumindest in unserer Kultur nicht so kennt).

-Zu wissen, dass es nicht auf die Fehler ankommt, ob man gut ist oder nicht, sondern, dass man per se in Ordnung ist. Ob man jetzt gerade einen Scheiss gemacht hat oder nicht. Die Fehler sollten nicht darüber bestimmen, wie man sich sieht. Mir hilft zu wissen, dass ich Fehler machen darf und mich trotzdem annehmen kann.

Das waren also ein paar Dinge, die mir helfen, mich selbst anzunehmen, resp. die ich als gute Ideen dazu einstufe.

 

 

6 Kommentare zu „Love yourself. Der (weite) Weg zur Selbstannahme.

  1. Das ist ein sehr wunderbarer Beitrag!

    Was mir auffällt: du schreibst immer wieder, dass Dinge trivial oder blöd klingen… Mir ist das auch schon oft aufgefallen: es fällt mir gerade bei den Dingen, die (vermeintlich) eigentlich selbstverständlich sein sollten besonders schwer, sie auszusprechen und genau den Fokus auf diese Dinge zu legen.

    Ich sehe aber auch immer wieder, dass diese Dinge nicht nur für mich nicht so selbstverständlich sind. Und so ist es einfach nötig und damit auch angebracht, sie immmer wieder zu sagen und zu sehen – auch, wenn sie ja in jeder 08/15-Liste zum Thema Selbstliebe stehen und so…

    Hmm… Ich bin noch nicht so ganz wach und jetzt unsicher, ob das, was ich gerade geschrieben habe, kohärent war, oder nicht… Ich hoffe, es ist zumindest halbwegs verständlich, was ich meine?!

    Ich finde das Thema jedenfalls superwichtig und stimme allem uneingeschrenkt zu 🙂
    Liebe Grüße!

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    1. Hey Grübel-Eule. Vielen Dank für deinen Kommentar. Doch, dein Beitrag ist sehr kohärent:-).

      Ich selber habe lange ehrlich gesagt gar nicht darüber nachgedacht, mich selbst zu lieben. Ich dachte gar nicht an diese „Option“. Weil man ja eher sagt, Liebe die anderen, etc., aber sagen denn die Eltern, der Vater, die Mutter, etc. dem Kind als erstes, Liebe dich selbst? Eher sagen sie vielleicht, du ungezogener Bengel, liebe dich nur nicht zu fest:-).

      Liebe Grüsse.

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      1. Oh, da bin ich froh XD

        Du bist doch sehr religiös erzogen worden…
        Ich bin nun nicht bibelfest, aber heißt es nicht „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“?

        Da steckt das doch eigentlich sehr drin….?

        Aber ich verstehe schon, was du meinst. Es ist schwierig, sich selbst zu lieben, wenn man immer nur kritisiert wird…

        Alles Liebe!

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      2. Ah ja, das stimmt. In dem Satz steckt tatsächlich mitdrin, sich selbst zu lieben. Eigentlich interessant, denn man kann den Satz (ja, genau, aus der Bibel) ja wirklich auch so lesen, dass das sich selbst lieben eigentlich das Normalste ist/wäre und erst von da an es möglich ist, den anderen zu lieben.

        Wenn ich also mal eine Predigt halten würde…(haha).

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