Bitte, lassen wir Gott dabei weg!

Gott ist nicht der Allah der Muslime. Er ist nicht der Gott der oder die Götter der Hinduisten. Er ist nicht der Gott oder das Karma der Buddhisten. Schon gar nicht ist er der Gott der Christen. Gott ist neutral. Er ist keiner Religon zugehörig. Fall es ihn denn gibt.

Gott ist anders als alle es sich ausdenken. Gott ist nicht die Projektion der Menschen. Er ist unabhängig. Er liebt die Natur, die Tiere, die Pflanzen und vielleicht auch die Menschen. Obwohl das sehr viel schwieriger ist als all die Tiere, die Pflanzen, die Natur zu lieben.

Und ich glaube nicht, dass er sich so krass für die Ehe einsetzen würde, wie die fundamentalistischen Christen. Noch würde er auf die Strasse gehen, und gegen die Abtreibungsbefürworter skandieren. Denn das ist menschlich. Und Gott ist kein Mensch.

Er würde wahrscheinlich auch nicht in ein Kirche gehen. Denn was hat die Kirche uns heute schon zu sagen? Er würde sich für die Liebe einsetzen, denke ich. Also, einsetzen ist glaub das falsche Wort. Gott IST die Liebe. Er muss sich nicht dafür einsetzen, da er die Liebe ja schon ist.

Ich habe keine genaue Vorstellung von Gott. Und das Gottesbild der Christen, der Muslime und aller anderer religiöser Gruppierungen hat mir das Gottesbild ziemlich verzerrt. Ich kenne Gott nicht. Ich weiss nicht, wie er ist. Nehmen wir an, es gibt ihn. Irgendwie und irgendwo.

Die Menschen und ihre Religionen haben mir den Zugang zu Gott ziemlich erschwert. Manchmal habe ich geglaubt, was mir die Menschen über Gott gesagt haben. Bis ich gemerkt habe, dass das ihre eigenen Projektionen sind. Ernüchternd.

Der Priester, der Jungen missbraucht und der Starpastor einer Megachurch, der seine Sekretärin missbraucht, haben für mich nichts an Glaubwürdigkeit, wenn sie mir sagen wollen, wie ich zu leben habe und wenn sie glauben zu wissen, wie Gott ist. Noch, wenn sie zu wissen glauben, was der richtige Weg ist. Verführung nennt man das.

Wenn, dann lerne ich Gott schon eher in Nichtreligiösen Kreisen kennen. Bei den Menschen die die Bibel nicht so genau kennen. Oder die sie zumindest nicht so fundamentalistisch zerstörerisch auslegen. Denn sind wir ehrlich. Manchmal möchte man wirklich die Bibel all den Religiösen wegnehmen, die damit Schundluder treiben. Die sich so auf dieses sogenannte Gottesbuch berufen, das sich Gott erschrocken den Kaffee ausleert. Und die Pornoseite erschrocken schliesst, die er sich gerade am Anschauen ist. Denn: Die fundamentalistischen religiösen Kreise sind wohl ziemlich moralischer als Gott es ist. Zum Beispiel schon mal von Gott gehört, dass Porno eine Sünde ist? Ich zumindest nicht. Seien wir also nicht moralischer als Gott.

Apropos: Ich glaube nicht, dass Gott die Moral erfunden hat. Wer dann? Natürlich: Die Menschen. In der Welt von Gott gibt es soviele Dinge nicht, die die Religiösen erfunden haben. Deshalb ist es sehr angebracht, gegenüber der Religion skeptisch zu sein. Denn sie wurden (wenn nicht erfunden), so doch von Menschen erheblich ausgestaltet. Und was wissen wir über die Menschen? Dass sie nicht Gott sind und dass sie sehr gerne alle Dinge zu ihrem Zweck missbrauchen. Auch der einwandfreieste Mensch und integerste Mensch wird dies tun. Im Kleinen oder im Grossen. Denn ja, wir sind Menschen.

Also: Lassen wir Gott einmal beiseite. Leben wir als Menschen auf dieser Erde. Und berufen wir und um himmelswillen nicht auf Gott. Denn das kann zu gefährlichen Ergebnissen führen. Zumal auch bei weitem nicht alle Menschen damit was anfangen können. Reden wir miteinander. Von Mensch zu Mensch. Und lassen wir bitte Gott dabei weg.

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