Sind wir Geistwesen? Eine deftige Kritik an den reinen Materialisten.

Ich lese gerade ein Buch, das unter anderem aufzeigt, dass der Materialismus (also das Beschränken der Welt auf das rein physisch erfassbare) das Geistige verdrängt hat. Und diese Entwicklung ein Weg in eine Sackgasse ist. Natürlich mögen viele per se das Geistige leugnen und ganz am Physischen, sogenannt „messbaren“ festhalten. Falls der Mensch neben einem Körper (was wohl alle bejahen werden), neben der Seele (was glaub auch viele Menschen mit Ja beantworten würden) auch einen Geist hat, dann ist er ein Geistwesen, sprich er hat Zugang zu anderen Geistwesen, die aber nicht sichtbar sind (und deshalb auch von vielen als nicht existens angesehen werden). Jedoch ist offensichtlich, dass die Menschen sich schon immer mit dem Unsichtbaren beschäftigt haben, dies in der Kunst, in Literatur, in Musik, wo auch immer verarbeitet haben oder es miteingeflossen ist. Von demher ist es eher gewagter, diese unsichtbare geistige Welt zu leugnen, als sie als Möglichkeit in Betracht zu ziehen.

Nun, falls man an die Existenz von geistigen Wesen glaubt oder sogar in Kontakt mit ihnen ist/steht, was genau hat das zu bedeuten (oder was hat das zu bezwecken). Also falls man die geistige Welt bejaht, dann macht auch die These Sinn, dass der Mensch selber ein Geisteswesen ist (also einen Geist hat), und mit der geistigen Welt und mit den geistigen Wesen darin kommunizieren kann (falls es nämlich keine geistige Welt geben würde, dann würde man wohl auch verneinen müssen, dass der Mensch einen Geist besitzt. Denn dieser würde dann eigentlich gar nicht gebraucht oder könnte schon gar nicht existieren). Die Existenz eines Geistes und einer geistigen Welt eröffnet dann definitiv eine neue Eigenschaft des Menschen. Sie löst ihn vom reinen Materialismus und macht aus ihm zudem ein Geistwesen, das dann vielmehr ist, als nur ein Körper und (möglicherweise noch eine Seele). Der Mensch wäre einfach extrem beschränkt ohne Geist. Nimmt man weitere Geistwesen (als den Menschen) an, die unsichtbar leben, dann kann der Mensch (im Geist) mit diesen Wesen kommunizieren. Sie können ihm Hilfe geben und Dinge aufzeigen, die nur unsichtbar gesehen werden können (also nur mit dem Geist).

Im Buch, dass ich am Lesen bin, wird aufgezeigt, dass es böse sowie gute Geistwesen gibt. Die Autorin geht davon aus, dass böse Geistwesen, die sich in uns zeigen/gezeigt haben, umgewandelt werden können ins urprüngliche, reine und gute Geistwesen. Sie geht davon aus, dass die bösen Geistwesen in sich selbst gefangen sind und ohne Hilfe sich nicht selbst helfen können und zur Umwandlung die Hilfe von Aussen (von Menschen beispielsweise) brauchen.

Vielleicht kann man sich einige (oder viele Probleme), die man fühlt, in sich hat (sie aber nicht klar benennen kann und nicht weiss, woher sie kommen) eher erklären, wenn man davon ausgeht, dass Probleme auch (oder oft) ihren Ursprung in der geistigen Welt, der sogenannt unsichtbaren Welt haben. Falls man die geistige Welt, wo das Problem entstanden ist und herkommt, negiert, steht man logischerweise persönlich vor einem Rätsel und natürlich vor einem Problem. Denn das (in der geistigen Welt entstandene) Problem besteht natürlich weiterhin (es wirkt sich auf auf die physische Welt aus und hat Auswirkungen auf Körper, Verhalten gegenüber anderen, Worten, Krankheiten, etc.), aber die betreffende Person hat keinen Zugang zur Lösung (da das Problem nicht physisch, sondern nur auf der geistigen Ebene gelöst werden kann).

Die obigen Ausführungen basieren auf dem Buch Soziale Kunst, Innere und weltliche Zusammenhänge des Sozialen von Maria Hölzer (erschienen beim Flensburger Hefte Verlag, 2011).

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