Jemand geht auf dem Wasser und kommt direkt auf ihn zu.

Er sitzt am Wasser, irgendwie traurig, denn es ist Abend, und am Abend ist er oft traurig, oder vielleicht schon eher: ängstlich und es geht ihm nicht so gut. Er fragt sich dann manchmal, ob er sich denn vor etwas fürchtet und wenn ja, vor was. Vielleicht vor dem Leben? Oder braucht es bei ihm relativ wenig, damit er durcheinandergebracht wird und er ängstlich wird. Gehört er vielleicht noch zu einer ganz anderen Welt, die man aber nicht sieht. Könnte das ein Grund sein, warum es ihm manchmal nicht so gut geht und er sich nach irgendwas sehnt. Ja, die Sehnsucht treibt ihn schon um, und ist oft bei ihm. Ist das jetzt gut oder nicht, „normal“ oder nicht? Dass er sich irgendwie nach einer verborgenen Tiefe sehnt, nach etwas, das ganz und gar auf ihn eingeht. Und ja, nur für ihn da ist und ihn sehr gut kennt und immer bei ihm ist. Ihn trägt und umsorgt und tief zu seinem Inneren spricht. Das vermisst er (oft) auf „dieser“ Welt, in dieser Welt. Manchmal bekommt er kurz ein Gefühl dafür, dann ist es wieder weg. Weg im Alltagsleben und weg durch seine Gedanken, die ihn stark in Beschlag nehmen.

Er sieht eine Person, die auf dem Wasser geht und zu ihm kommt. Ja, sie geht geradewegs AUF dem Wasser. Er schliesst die Augen und lässt sich fallen. Lässt zu, dass sich jemand nur um ihn kümmert und es in dem Moment nur ihn und diesen jemand oder diese jemand gibt. Denn er liebt die Stille, das Tiefe, das Geborgene, wo er auch ganz bei sich ist, ganz tief bei sich. Und das ist ein sehr wunderbarer Moment.

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