Hoffnung auf und Glaube daran.

Man sagt, in der Stille und der Ruhe liege vieles verborgen, dass man sonst vielleicht nicht sieht. „Man“ sagt auch sonst recht vieles. Manches halbwegs gescheit, manches nur sehr dumm. Vielleicht sollte man viel weniger sagen und vielmehr leben.

Er sitzt da und schaut aufs Wasser, aufs Meer. Man könnte schon sagen, dass das einer seiner Lieblingsorte ist. Und ja, es ist still. Abgesehen vom branden der Wellen, von der Natur, die an diesem Ort lebt.

Als er wieder zu sich kommt, merkt er, dass er wohl eine ganze Weile geschlafen haben musste.

Zeitwechsel Vergangenheitsform

Aber hatte er wirklich geschlafen? Er dachte darüber nach und kam zum Schluss, dass es auch gut sein konnte, dass es sich wie Schlaf anfühlte, es aber in Wirklichkeit kein Schlaf war, sondern einfach die völlige Entspanntheit, Naturverbundenheit, Selbstverbundenheit, Einheit mit sich selbst und Zufriedenheit, die er (und die Menschen im allgemeinen) nicht mehr kannte(n), und was zu einem Zustand führte, wo er (und die Menschen) ganz bei sich war(en) und sich geborgen fühlte(n) und das sich dann eben wie Schlaf anfühlte (da er und die Menschen nichts vergleichbareres mehr kannten).

Er dachte dann über sich und seine Zukunft nach. Aber irgendwie nicht lange. Denn schon bald wollte er einfach nur im Moment da sein und im Moment leben und sein. Und einfach als Mensch da sein und sich spüren. Wahrnehmen, dass es ihm gutging, dass er sich geborgen fühlte und war, dass er richtig war, so wie er war (diese Erkenntnis „richtig, so wie er war“ war für ihn sehr bedeutungsvoll und wichtig), dass er leben durfte, dass er eine Daseinsberechtigung hatte, die ihm niemand absprechen konnte und durfte, dass er der Welt auch einiges gab (auch, wenn er das manchmal nicht richtig glauben konnte), dass er noch mehr in seine „Bestimmung“ hineinfinden werde (ok, dass war jetzt Zukunft, nicht Gegenwart. Aber es war für ihn wichtig, dies zu wissen, damit er sich selbst in der Gegenwart hoffnungsvoll und zuversichtlich fühlen konnte) und dass er nicht alles verkackt hatte.

Dann machte er sich auf und liess die Küste und das Meer hinter sich. Und wusste, dass er auf dieser Welt eine Daseinsberechtigung hatte (nur schon alleine, weil er geboren wurde und weil er eben war) und dass er zuerst einmal sich selbst war und bei sich selbst sein durfte (oder sogar musste) und dann kamen erst die „Verpflichtungen“, die er (oder man) gegenüber anderen Menschen (z.B. gegenüber der Familie oder Verwandten) sogenannt hatte(n).

Zeitwechsel Präsens

Von all diesem, was gerade beschrieben wurde, träumt er. Und da er der Ansicht ist, dass Träume nicht nur Schäume sein müssen oder sind, hat er die Hoffnung (oder sogar die Überzeugung), dass „all dieses“ erfüllt, zumindest teilweise, stückweise, stetig. Oder: Zumindest anfängt, sich zu erfüllen und vorallem, dass die Hoffnung darauf und der Glaube daran bei ihm bleibt und er vieles zuerst „im Geiste“ sieht, was dann Realität wird.

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