Worte vom Glück.

Ich schreibe für mich – in erster Linie. Und: Das reicht.

Sie zieht sich gern schön an – für sich. Und das reicht.

Er lebt einfach, ohne jeden Hype mitzumachen, ohne auf jeden Trend aufzupringen. Das reicht.

Und wenn er keine Kraft mehr hat, kann er sich auch mal hinsetzen. Das ist in Ordnung.

Erholt sein – ohne Alkohol. Entspannt sein – ohne Alkohol. Bei sich sein – ohne Alkohol. Das Leben finden – ohne Alkohol. Glücklich sein – ohne Alkohol. Tiefe erleben – ohne Alkohol. Es schaffen – ohne Alkohol.

Manchmal wünscht er sich eine andere Welt. Manchmal ist er so erschöpft. Manchmal ist er so angespannt. Manchmal verliert er fast die Hoffnung an Veränderung. Manchmal sieht er das Licht am Ende des Tunnels nur noch ganz schwer. Oder sieht man immer dasjenige, mit dem man sich beschäftigt? Wer sich mit den negativen Schlagzeilen aus den Nachrichten beschäftigt, wird vielleicht selber in den Sog dieser Geschehnisse hineingezogen. Wer sich mit dem Guten beschäftigt, mit dem Schönen, dem Inspirierenden und dem Freudvollen, wird wohl eher positiv in die Welt blicken, inspiriert werden und selber andere inspirieren können.

Ausstrahlung – sie hatte sie, er hatte sie, sie beide hatten sie. Und sie wurden glücklich miteinander. Beide waren sich selbst, eigene Personen. Und gerade deshalb wurden sie glücklich miteinander. Weil keine und keiner was musste, aber alles ein Dürfen war.

Er will die Welt nicht von der technischen Seite wahrnehmen, sondern von der künstlerischen Seite. Denn erst dann fühlt er sich darin geborgen. Und die Welt besteht zum Glück aus sehr viel Kunst, wenn man sie denn sehen kann. Vielleicht kommt man selbst darauf, oder aber man wird von anderen Menschen dazu bewogen, oder dazu inspiriert, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Eben als Kunstwerk. Wo man sich wohlfühlen kann und sich sogar zuhause fühlen kann. Er jedenfalls denkt so und für ihn macht die Welt als Kunstwerk ziemlich viel Sinn. Und: Was wäre denn überhaupt eine befriedigende Alternative dazu?

Vielleicht wäre es schön, denkt er, wenn die ersten Worte eines Babys nicht Mama oder Papa wären, sondern sich auf die Welt beziehen würden. Irgend ein schönes Wort für die Welt. Vielleicht sollten die erwachsenen Menschen den Babys vielmehr künstlerische Worte beibringen, Worte von Schönheit und Worte vom Glück.

Bild: © Gisela Mai

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