Versteht das denn niemand?

Ich schaue hinaus aufs Meer und warte auf dich. Bis du kommst. Bis du da bist. Mein Leben scheint dieses Warten zu sein. Seit Geburt vielleicht schon. Seit es mich gibt. Manchmal weiss ich nicht, was schöner ist, die Sehnsucht oder wenn sich alles erfüllen würde. Aber ja, ich verrichte meine Arbeiten, ich putze, ich koche, ich atme, mein Herz schlägt, ich gehe nach draussen, ich treffe mich mit Freunden, ich versuche, mich weiterzuentwickeln, ich studiere, ich denke nach, ich helfe anderen, ich helfe mir, ich versuche, die Schönheit in dieser Welt zu sehen, ich versuche, Dinge zu verstehen, ich versuche, zu mir zu finden, mich zu verstehen, versuche, die anderen zu verstehen.

Aber das alles mache ich einfach, um das Warten zu überbrücken. Denn eigentlich warte ich einfach auf dich. Ich weiss nicht, ob man das versteht. Aber ich bin am Warten und ich weiss nicht, ob es auch andere gibt, die Warten. Bestimmt. Nur wissen sie es vielleicht gar nicht? Oder? Keine Ahnung. Aber ich bin am Warten und wenn mich jemand fragt, ob ich denn glücklich bin hier und jetzt, dann muss ich sagen, nein, verdammt, seht ihr denn nicht, ich bin am Warten. Ich lebe voller Sehnsucht und bin voll Traurigkeit. Denn ich tue dies hier alles nur, um das Warten zu überbrücken. Verdammt, versteht das denn niemand?

Inspiration: Soundtrack Forrest Gump.

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