Nebenbei: Samira studiert Kunst.

Samira sitzt zuhause. Jung, sexy und einfach gutaussehend. Denkt sie. Und denkt er. In Gedanken schon längst bei ihr, unterwegs, um sie abzuholen. Das ist er: Santas. Kurz bevor er klingeln kann, ist sie schon unten bei ihm. Sie laufen durch die Stadt. Die Sonne sitzt am Himmel. Sie setzen sich auf eine Grünfläche, rauchen einen Joint, gehen weiter, was einkaufen, dann brauchen sie Alkohol. Zurück zur Wiese, noch eins kiffen, Alkohol. Spazieren. Ans Wasser zum Fluss. Sich hinlegen, knutschen. Bleiben. Warten. Dem Wasser zuschauen. Einfach zuschauen. Schauen. Knutschen. Da liegen. Warten. Dann aufbrechen. Durch die Stadt, jemanden treffen, nicht richtig wahrnehmen. Nach Hause. Zu Samira. Oder waren sie bei Santas? Egal. Ausziehen. Ohne Worte. Jeder in seiner eigenen Welt, und doch zusammen. Im selben Raum. Miteinander. Dann: Nackt. Langsam. Warten. Schauen. Dann schnell. Schneller. Schneller. Schneller. Schwitzen. Schwitzen. Schwitzen. Sie so wild wie er. Schreien. Rausbrüllen. Es rausbrüllen. Nichts mehr anderes. Der Moment. Nochmals schnell, schneller. Und dann schwitzend im Bett liegen. Auch das ist ein Moment. Egal ob schöner oder nicht als das gerade vorhin. Jeder Moment ist ein Moment auf seine Art. Und das ist gut so. Nebenbei: Samira studiert Kunst, Santas macht Poetry-Slam. Samira hat zuhause ein Bild von einem melancholischen Wald hängen. Dieser Wald heult irgendwie und irgendwie strahlt er aber auch Schönheit aus. Santas hat kein Bild hängen, dafür ein paar Texte und Satzgefüge, die ihn führen und inspirieren sollen. Aber jetzt zurück zum aktuellen Geschehen. Samira bleibt bisschen liegen. Santas geht zum Fenster und raucht eine. Dann kommt Samira dazu und sie rauchen zusammen. Nach der Zigarette: Bisschen kuscheln noch? Ja, machen sie. Und ja, auch das ist wieder ein Moment. Auf seine Art. Und das ist gut so.

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