Amen, äh, Punkt.

Er stand am oberen Ende der Stadt und rief es immer und immer wieder. Laut. Denn es hatte für ihn eine so grosse Bedeutung. Und er musste weinen, als er über die Bedeutung dieses einen Satzes nachdachte, den er immer und immer wieder gedacht hatte und dann laut rief.

Sie stand am unteren Ende der Stadt und war am heulen. Dieser Satz war in ihrem Kopf und er verschwand nicht. Er berührte sie zutiefst. So, wie sie wohl noch kaum je ein Satz berührt hatte. Diese Worte hatten die Kraft, sie aufzubrechen und ihre Schale zu öffnen und zu ihrem verletzlichsten Kern vorzudringen und diesem Kern diese Worte zu überbringen.

Er verliess jetzt den Ort am oberen Ende der Stadt. Sie machte sich ebenfalls auf. In der Mitte der Stadt trafen sie sich. Ohne es aussprechen zu müssen, wussten sie, was die andere Person dachte und gleich sagen würde:

„Du

bist

so

liebenswürdig!“

Amen, äh, Punkt.

Inspriration: „Rut“ von The Killers.

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