Seine Liebe war anders als ihre Liebe. Und ihre Liebe war anders als seine Liebe.

Er war so mit seinen Gedanken beschäftigt, dass er das Leben kaum mitbekam. Sie bestimmten, wie er sich fühlte und sie bestimmten, wie er dann handelte. Sie bestimmten, wie er sich sah. Sie bestimmten sein Bild über andere und sie raubten ihm manchmal fast die ganze Energie.

Sie sah das alles und wusste, er musste das selber in den Griff kriegen. Oder seine Gedanken besser nutzen, um sie für Kreativität einzusetzen und für eine Weltsicht, die anders war, und speziell. Die nicht alle gleich verstanden, aber die zu ihm gehörte. Und die eine Realität von vielen Realitäten war. Die wirklich ein Teil seiner Realität werden konnte.

Als sie zusammenkamen, wusste er, dass sie Ähnliches durchmachte. Also mit den ganzen Gedanken. Doch wichtig war für beide, nicht in des Anderen Gedanken einzugreifen. Denn das war extrem wichtig, wenn sich aus diesen Gedanken eine ganz eigene Welt entwickeln sollte. Es war geradezu existentiell wichtig.

Neben ihren Gedanken kam jetzt auch die Liebe zueinander hinzu. Nicht eine klassische Liebe. Was für eine Liebe, spielte auch nicht eine so grosse Rolle. Es war die Liebe von ihm. Und es war die Liebe von ihr. Die sich jeweils mit den Gedanken von ihm und den Gedanken von ihr vermischte. Und so war auch seine Liebe nicht die gleiche, wie ihre Liebe und umgekehrt.

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