Heilige Scheisse, es ist echt! Und es bleibt echt!

Er sagte zu ihr, komm tritt ein in die Welt des Traums. Sie lernten sich kennen. Wo? Egal wo. Wann? Egal wann. Wie? Ach, das ist doch egal. Ganz und gar. Zumindest für diese Geschichte hier. Denn es ist die Geschichte, wie sie in diese Welt des Traums eintrat und diese zu ihrer Realität wurde. Er war auch da drin. Und er wusste: Die Leute da draussen wollen es verhindern, dass man in diese Traumwelt eintritt. Sie wollten auch verhindern, dass er und sie da eintraten und wollen verhindern, dass viele andere er’s und sie’s noch in diese Welt eintreten. Und dann auch dort bleiben. Sollte man sich in dieser Traumwelt wohl fühlen? Hm, wenn der Begriff „wohl“ aus der normalen Welt (die ja eigentlich völlig unnormal ist, zumindest für den eigentlichen Menschen gar nicht zuträglich) genommen wird, dann sollte man sich in der Traumwelt nicht wohl fühlen. Sondern vielleicht eher bei sich sein. Oder sich wahrnehmen. Und ja, dort, in dieser Traumwelt, sollte man dann auch nicht krank werden. Zumindest nicht so krank, wie in der Welt, die als normal angesehen wird.

Es war ein Prozess für sie, da hineinzutreten. Aber es funktioniert, wenn man dieses Ziel hat. Und dazu sich auch mal loslässt. Und ja erzwingen kann man es eh nicht. Aber immerhin hatte sie dieses Ziel, dorthin zu kommen. Ja, sie arbeitete auch daran, bewusst. Und vieles unbewusste ist sicher auch geschehen. Eines Tages wusste sie. Sie war drin. Verdammt. Sie war einfach da drinnen. Und sie war jetzt nicht eine aufgeblasene Traumwandlerin geworden. Nein, es war echt. Es war verdammt nochmal echt. Und das war es, was sie so unglaublich befreite und löste. Dass es etwas echtes war, in dem sie jetzt leben würde. Und ja, sie verglich diesen Eintritt mit gelöstem, entspanntem geilem Sex, wo die Gefühle und die Emotionen und die Hormontänze und die Glücksgefühle nicht nur kurz wie eine Fakewelt auftauchten und dann sich wieder so schnell, wie sie gekommen waren, in Luft auflösten. Nein, bei diesem Sex blieb alles auch danach. Vielleicht in einer anderen, kaum definierbaren Form, aber das Erlebte und Durchlebte und alles, was es ausgelöst hatte, blieben da, in echter Form. Und das war so faszinierend. Ach, diese Erkenntnis und dieses Wissen gab ihr ein so tiefes Gefühl der Erfülltheit und Angst fiel von ihr ab. Sie konnte bei sich sein. Ganz bei sich. Und es war echt. Heilige Scheisse.

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