Auch wenn die Anderen darüber lachen.

In ihrem Kopf war Leere. Davor hatte sie sich ein Leben lang gefürchtet. Dass da nichts ist. Keine Inspiration und nichts, aus dem sie schöpfen könnte. Sie stieg auf die Brücke und schaute hinunter. Sie wagte es nicht. Vielleicht ginge es mit Tabletten ja besser. Weniger düster und vielleicht mit einem wolligeren Gefühl. Sie ging nach Hause und die Leere war da. Sie ging nach draussen und die Leere war da. Sie verfluchte Gott und alles und jede und jeden, die und der ihr in den Sinn kam. Sie war so verzweifelt. Wirklich. So desillusioniert. Sie war bitter, traurig und gottverdammt sauer. Gab es denn nichts in ihr, das was Besonderes schöpfen konnte. Sie setzte sich hin und dachte nach. Aber nicht einmal zum Denken schien sie fähig zu sein. Nichts Schlaues kam dabei heraus und nichts von besonderem Wert oder irgendeine andere, neue Idee. Ihre Sorge war echt und ihre Verzweiflung nicht gespielt. Auch wenn die Anderen darüber lachten und sie nicht ernst nahmen.

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