Severina, why the hell do you refuse me so much?

Hallo zusammen

In diesem Blogpost geht’s um meine persönliche Wahrnehmung des Verhaltens einer Kollegin von mir.

Heute kam diese Kollegin, nennen wir sie Severina (über sie habe ich bereits einen Artikel geschrieben, den ihr hier nachlesen könnt), kurz vorbei, um mir ein Buch zu bringen, das ich von ihr ausleihen kann. Ich habe mich eigentlich gefreut, sie kurz zu sehen und mich gefragt, wie es wird. Ich hatte mit ihr einen ziemlichen Knatsch, weil ich ihren richtigen Namen in einem Artikel genannt habe (den oben erwähnten) und dann haben wir uns einander erklärt und ich habe schliesslich ihren Namen im Artikel anonymisiert. Wir waren auch beide Teil einer Gruppe, die sich wöchentlich trifft, wo ich unterdessen ausgetreten bin. Ich habe ihr vor einiger Zeit geschrieben, dass ich ein bisschen in sie verliebt bin, dann war das aber auch wieder gegessen. Im besagten Blogartikel schreibe ich eben auch, dass ich sie mag und schon ein bisschen in sie verliebt bin. Sie hat den Artikel dann gelesen und war erschlagen und schockiert und hatte glaub überhaupt nicht mit solchen Empfindungen von meiner Seite gerechnet. Genau, das ist die Vorgeschichte. Ich hatte in letzter Zeit das Gefühl, dass ich sie wirklich gern bekommen habe (ob das jetzt verliebt ist oder ob ich sie einfach sehr mag, kann ich jetzt so nicht sagen). Was ich aber sicher sagen kann, ist, dass ich mir wünsche, dass sie mich auch richtig mögen würde und sie mir das auch zeigen würde. Und jetzt zurück zur Begegnung von heute, wo sie mir das Buch vorbeibrachte. Ich hätte mir gewünscht, dass sie sich freut, mich zu sehen, herzlich ist und mir das Gefühl gibt, dass sie mich mag und dass es nicht einfach eine Pflicht für sie ist. Es war dann aber wieder so, wie ich es schon so oft wahrgenommen habe. Von ihrer Seite einfach eine grosse Distanz gegenüber mir. So jedenfalls habe ich es schon sehr oft in der Vergangenheit wahrgenommen und bei der heutigen Begegnung auch wieder. Und ich kann mir ihre Distanz einfach nicht erklären. Und wohl unnötig zu sagen, dass mich das JEDESMAL sehr fest schmerzt. Auch, weil sie mir das nie so gesagt hätte. Aber es fühlt sich so an, dass sie mich schlicht und ergreifend ablehnt. Sehr interessant ist, dass ich es beim schriftlichen Kontakt eigentlich nicht so fühle. Aber wenn wir uns dann real begegnen, dann empfinde ich wieder diese Ablehnung von ihrer Seite. Und dies vor allem, wenn wir uns zu zweit unterhalten und nicht direkt in eine Gruppe eingeschlossen sind. Denn die Ablehnung empfinde ich nicht so stark, wenn wir uns in der Gruppe begegnen und uns dort eingebettet unterhalten.

Für mich gibt es einige „Lösungsansätze“ für das Problem. Eine Möglichkeit wäre, mich bewusst mit einer Aktion (falls sowas eintreten würde, würde ich darüber sehr wahrscheinlich in einem Blogpost berichten), also z.B. ein Blatt Papier gestalten und dann verbrennen, von meiner „psychischen Bindung“ an sie zu lösen. Also die Aktion wäre ein Symbol dafür, dass ich frei bin und unabhängig von ihrem Verhalten meinen Weg gehen kann und mich ihre Ablehnung nicht so stark in Beschlag nimmt. Eine weitere Möglichkeit wäre, mit ihr zu reden über diesen Punkt und sie mal darauf anzusprechen. Ich denke persönlich jetzt nicht, dass das viel bringen würde, aber wenn ich das möchte, könnte ich es tun. Ich kann mir vorstellen, dass sie hier kein grosses Problem sieht oder aber das es ihr schlicht zu „blöd“ ist, um darüber zu sprechen. Dann gibt es die Möglichkeit, zu warten bis sich alles von alleine löst (das war jetzt ironisch). Nein, eine Möglichkeit wäre mir einzureden, dass ich aus einer Mücke einen Elefanten mache und es jetzt nun wirklich wichtigere Probleme gibt und sich der Herr nicht so wichtig nehmen soll. Und auch nicht noch damit andere Menschen (sprich in diesem Fall eben Severina) belästigen soll. Andererseits denke ich, sind eben so Dinge, wenn man sich abgelehnt fühlt (auch wenn das gegen Aussen nicht sichtbar sein mag) nicht unwichtig und man darf sich damit auseinandersetzen und sagen, dass es ein echtes Problem darstellt. Letzte Möglichkeit, die ich hier vorstelle: Irgendwie dafür sorgen, dass es nicht mehr so weh tut, wenn ich mich von ihr abgelehnt fühle. Hier verrate ich nicht, wie das gehen würde (denn ich weiss es nicht).

Für mich ist ein hoffnungsvoller Gedanke, dass es ein Schritt in die richtige Richtung ist, wenn man das Problem einmal beim Namen genannt hat, es beschreibt, wie es ist und wie man es empfindet. Und dann daran glaubt oder daran festhält, dass man auch unabhängig vom Verhalten des anderen oder hier eben, der anderen, an sich und an seinem eigenen Fortkommen im Leben arbeiten kann. Und auch Freiheit gewinnen kann, wenn nicht alle anderen sich optimal gegenüber einem selbst verhalten.

Bis bald.
Liebe Grüsse von
thoughts on life

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