Meine Krise.

Ich sitze vor dem Laptop und bin nur traurig. Etwas schmerzt mich so sehr, dass ich nicht einmal heulen kann. Ein innerlicher Schmerz, der so weh tut. Bin ich so prüde? Denke ich so verquert? Bin ich einfach nicht mit dieser Welt kompatibel? Ich fühle mich so ausgeschlossen. Nicht unverstanden. Denn ich sehe das Problem in mir. Ich höre sie alle sagen: „Du musst dich halt öffnen. Du bist falsch. Du gehörst nicht zu uns!“ Und gerade das möchte ich ja am meisten. Zur Welt, zur Gesellschaft gehören. Ich versuchs und versuchs und dann scheitere ich immer wieder von neuem. So scheint es. Ich weiss manchmal einfach nicht, wie ich meinen Platz in dieser Gesellschaft finden soll. Klar, man sagt, jeder muss seinen eigenen Weg finden. Aber ich will mich gerade nicht abgrenzen. Die anderen nicht als doof ansehen und mich von ihnen ausschliessen. Ich weiss nicht, manchmal kostest das Leben so viel Energie und das Problem scheint so endlos. Die Lösung, die ich dafür sehe, ist einfach mich besser zu verstehen und einen Zugang zu mir zu finden. Damit ich etwas habe, wo ich mich festhalten kann. Und damit ich so sehr mich und was in mir ist, ausdrücken kann, dass das andere mich nicht mehr so in Beschlag nimmt und der Schmerz nachlässt.

2 Kommentare zu „Meine Krise.

  1. Ich kann dich wirklich gut verstehen. Mein ganzes Leben fragte ich mich, wo ich hingehöre, ohne bis jetzt die Antwort zu kennen. Die Gesellschaft setzt hohe Standards und wenn man nicht ein Teil davon ist, fühlt man sich ausgeschlossen. Ich habe mich irgendwie damit abgefunden, dass ich eben so bin wie ich bin und gelegentlich anders denke/handle usw. Für dich wünsche ich mir natürlich, dass das Gefühl dich nicht zu sehr einnimmt und belastet!! Hoffentlich hast du Menschen in deiner Umgebung, denen du dich anvertrauen kannst!
    Liebe Grüße!

    1. Vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Du hast Recht, man fühlt sich schnell ausgeschlossen von „der Gesellschaft“, weil sie hohe und ganz eigene Standards setzt. Ich persönlich wähle glaub manchmal auch den „schwierigeren“ Weg, so scheint es mir und kann auch wirklich stur sein. Dein Kommentar hat mir grad gut getan, obwohl ich so Texte nicht aus dem Motiv heraus schreibe, dann möglichst viel Trostpflästerchen von anderen zu erhalten:-). Vielleicht findet sich auch sonst wer mal in so einer Situation und dann kann so ein Text ihm/ihr vielleicht ein bisschen helfen. Und zurück zum „Problem“. Vielleicht würden andere anders damit umgehen. Aber ich will es nicht einfach oberflächlich „lösen“, sondern mich wirklich tiefer damit auseinandersetzen. Ich habe mich früher vielen anvertraut und geredet und geredet und das Problem war immer noch da. Ich bin optimistischer jetzt, wenn ich persönlich daran arbeite und ich persönlich mit Gedanken dazu mache. Einen lieben Gruss.

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