Das Laubblatt.

Ein Laubblatt fiel von einem Baum ab. Vom Himmel kam es, zur Erde flog es. Sanft wurde es vom Wind getragen, gestreichelt. Hoch oben war es gestartet. Jetzt bewegte es sich dem Boden entgegen. Einen Stoss flog es nach rechts, einen Stoss nach links, einen Stoss nach unten, wieder einen Stoss nach oben, dann grad zwei Stösse nach unten. Stetig Richtung Boden. Als es am Boden angekommen war, entspannte es sich vollends, nahm den Duft des Bodens auf, die kühle, frische Luft, die über es hinwegblies. Es schaute nach oben. Frei war es in der Luft gewesen, frei war es am Boden. Es schaute nach oben und wurde mit Gedanken der Freude, der Fröhlichkeit, der Geborgenheit, der Liebe und des Angenommenseins gefüllt. Ja, es fühlte sich wohl. In der Luft wie auch am Boden. Auf dem frischduftenden Waldboden, der es sanft in Empfang genommen und es willkommen geheissen hatte. Es schlief ruhig und mit einem glücklichen Lächeln ein. Ein schöner Tag war das gewesen. Abenteuer in der Luft, Geerdetheit am Boden. Aber angenommen und geliebt worden war es die ganze Zeit.

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