Freiheit.

Im Einkaufshaus sah er einen grossen Bildschirm. Auf dem Bildschirm war das Wort „Freiheit“ gross eingeblendet. Er fragte den Verkäufer, was das zu bedeuten hätte. Aber dieser sah darauf die üblichen Filme und Einspieler, die liefen, um der Kundschaft die gute Qualität des Bildschirms schmackhaft zu machen. Er drehte sich wieder zum Bildschirm. Ja, darauf stand „Freiheit“. Sah nur er das? Bildete er sich das etwa ein. Jetzt kam der Satz „Folge mir“ hinzu. Dann „Folge mir. Ich führe dich in die Freiheit“. Er stutzte und ging dann nach draussen. In den Wald. Dort, etwas neben dem Fussweg, war in den Boden gross „Freiheit“ eingeritzt. Klar und deutlich war es zu sehen. Zumindest er sah es. Er ging an den Fluss. Dort, mitten im Fluss, war ein Mann auf einem Boot, der laut „Freiheit“ rief, „Mache dich auf den Weg. Du wirst in die Freiheit geführt“. Die Spaziergänger, die am Ufer entlang schlenderten, schienen das nicht zu bemerken. Für sie war es einfach ein Mann auf einem Boot im Fluss. Was eigentlich auch nicht unüblich war, da man diesen Fluss gut mit dem Boot befahren konnte. Und die Jahreszeit dafür war gegeben. Hm, dann nahm also nur er das wahr? Er ging auf einen kleinen Hügel nicht weit vom Fluss. Dann betrachtete er die umliegende Landschaft. Laut und kräftig rief er: „Freiheit, ich komme. Ich mache mich auf den Weg. Ich will frei sein. Ich will in die Freiheit. Führe mich in die Freiheit.“

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