Von Orangen und Datteln.

Als Lena ihn küsste, dachte sie an Orangen. An den Duft von Orangen. An einen schönen warmen Sommertag. An das Verzehren einer saftigen Orange an einem schattigen Plätzchen an einem warmen Sommertag. Als Samir sie küsste, dachte er an den Geschmack von Datteln. Und wie sie schmeckten, wenn man sie sich langsam und genüsslich zuführte. Als sie miteinander schliefen, dachte Lena an frisches Gras. Ja, frisches Gras an einem Frühlingstag. Frisches Gras, das an einem Frühlingstag frisch gemäht worden war. Samir dachte an das Wunder einer Raupe, die sich einpuppte, dann eine Zeitlang so verharrte und dann als neue Kreatur, als Schmetterling ausschlüpfte, als er sein Glied in die Vagina von Lena einführte, darin eine Zeitlang verweilte, Lena küsste und es dann wieder herauszog. Als sie beide eingeschlafen waren, träumten sie. Lena träumte von schönen, gut herausgeputzten Rindern auf einer grünen Wiese. Sie hörte die Glocken, die um den Hals der Kühe befestigt waren, klingeln und bimmeln. Sie befand sich in den Bergen. Mächtige, erhabene Gipfel umgaben sie. Sie atmete die gute, frische Bergluft ein. Sie fühlte sich wohl. Bei sich. In sich ruhend. Samir träumte von Blauwalen, grossen, starken, aber doch eleganten Geschöpfen. Er befand sich in seiner Taucherausrüstung im weiten Ozean, wo er mit den Walen tauchte. Er genoss es, konnte ganz abschalten. Nahm sich wahr, nahm sich so wahr, wie es ihm angenehm war. Wie er sich wohlfühlte.

Als der Morgen anbrach, standen die beiden auf, um ein kleines Morgenessen zuzubereiten. Es sollte frischen Fruchtsalat und einen Becher frisch gepressten Orangensaft für beide geben. Lena bereitete die frischen Orangen für den Saft und den Fruchtsalat zu. Samir schnitt die Datteln in kleinere Stücke, um sie dann dem Fruchtsalat beizugeben.

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