Die Maus

Die Sonne geht auf. Die Maus spricht zu mir. Auf dem Feld sitzen wir beisammen. Sie sieht mein Innerstes. Sie sieht dort hinein, sieht, wie es dort aussieht. Eine Gerümpelkammer. Mit dreckiger Wäsche, Staub auf dem Boden und alles ist überstellt. Vielleicht wäre diese Gerümpelkammer keinen weiteren Blick wert. Wenn sich darin nicht ein Diamant verbergen würde.

Der Specht hämmert gegen den Baum. Er ist der unter den Tieren, der unbewegt von meiner Anwesenheit mit seiner Arbeit weitermacht. Es tut gut, ist der Specht da und es gibt mir und meinem Denken eine gewisse Ruhe und Geordnetheit. Bei ihm und seinem Baum bin ich oft. Um nachzudenken und um die Natur auf mich wirken zu lassen, die mich nicht bewertet.

Die Eule starrt mich an. Die Dämmerung ist hereingebrochen und ich bin immer noch unterwegs. Bin am Verarbeiten von meinen Gedanken und von meiner Lebenssituation. Ich befinde mich sitzend auf einem Baumstrunk, der erst kürzlich von Menschen abgesägt wurde. Ach, was sind die Menschen? Es ist frisch. Trotzdem friere ich nicht. Auf dem Boden liegt Schnee und einzelne Schneeflocken schweben dem Boden entgegen. Ich schaue die Eule jetzt auch an. Ein Gedanke von Hoffnung durchdringt mich. Das Zeichen für mich, weiterzugehen. Die Hoffnung. Wird sie mich einen Schritt weiter bringen?

Der Fuchs läuft jetzt neben mir her. Schweigend laufen wir nebeneinander durch den Schnee. Er hat wohl auch Gedanken, die ihn beschäftigen, denke ich. Auf einmal schaut er mich an, nickt dann, und trennt sich von mir, um dann zu seinem Bau zu gelangen und sich dort zur Ruhe zu legen.

Der Regen hat eingesetzt und der Biber kommt aus dem Wasser. Den Baum, den er am Bearbeiten ist, hat er schon ziemlich stark abgenagt. Er wird diese Nacht genug Arbeit haben. Ich lasse ihn seine Arbeit verrichten und gehe weiter.

Dann sind alle Tiere verschwunden. Ich bin alleine mit mir und meinen Gedanken. Mit meinem Innersten. Ich weiss es nicht: Bringt mich die Hoffnung weiter? Oder drehe ich mich im Kreis? Mir kommt ein Gedanke: Du bist zu weit gegangen um aufzugeben. Ja, das stimmt. Das mag stimmen. Aber was gibt mir den Mut oder die Hoffnung, daran zu glauben, dass es sich lohnt, weiterzugehen?

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