Ich bin da. Und ich habe etwas zu sagen.

Ich möchte hier einige persönliche Gedanken zu meinem aktuellen Lebensbefinden mit euch teilen.

Ich habe diesen Blog gestartet, weil ich viele Gedanken hatte, die ich jeweils privat meinen Mitmenschen mitteilte, diese aber teilweise (oder oft) damit überfordert waren. Deshalb habe ich mich entschieden, diese Gedanken, Erfahrungen und Erlebnisse in einem Blog zu veröffentlichen. Ich schreibe auch mehr oder weniger gern und ich drücke gerne das, was ich spüre, fühle und wahrnehme schriftlich in Worten aus. Weil ich die Dinge so am Besten ausdrücken kann.

Der Blog begann mit Posts zu gesellschaftlichen Themen, die ich genug spannend fand, um darüber zu schreiben. Mittlerweile bin ich in einer Phase im Blog, wo ich ganz persönliche Erlebnisse aus meinem Leben mit euch teile. Zum einen ist es bis zu einem gewissen Grad meine persönliche Verarbeitung dieser Dinge, indem ich einfach alles so beschreibe, wie es war, ohne etwas zu beschönigen oder auf Leute Rücksicht zu nehmen (Das ist übrigens oft ein schlechter Ratgeber, wenn man das Gefühl hat, man müsse auf Leute Rücksicht nehmen, weil sie dann schlecht dastehen könnten, etc.). Zum anderen soll es auch euch dazu animieren, ehrlich zu euch selbst zu sein und euch nichts vorzumachen. Die Dinge, die passiert sind und die passieren, einfach mal zu beschreiben, wie sie waren und dann schauen, was dabei mit einem passiert, wenn man die Bewertung einmal weglässt. Dann gibts noch den dritten Punkt. Natürlich soll mein Blog auch auf eine gewisse Weise Kunst sein, die Artikel sollen wenn möglich auch literarisch eine gewisse Prägnanz und Interessantheit haben.

In den letzten Tagen bin ich immer mehr zur Überzeugung gelangt, dass es momentan richtig ist, wenn ich so persönliche Erlebnisse und auch über persönliche Beziehungen zu meinem Umfeld schreibe. Da ich ja nicht mit allen Blogleserinnen und Bloglesern Kontakt habe, kann ich nicht definitiv sagen, was die Artikel ausgelöst haben. Ein Erlebnis ausserhalb des Blogs, wo ich jemandem für eine Hilfeleistung absagte, diese Person dies zunächst aber nicht gleich akzeptieren konnte, haben mich darin bestärkt, jetzt einfach auf mich zu hören. Also mir nicht von anderen sozusagen dreinreden zu lassen und ihnen die Befugnis zu geben, mein Leben zu gestalten und zu bestimmen. Ich war mir dessen gar nicht so bewusst, bin aber zu der Erkenntnis gelangt, dass ich in meiner Vergangenheit wohl oft, wenn auch vielleicht nur subtil, von anderen manipuliert wurde. Weil sie die Schwachstelle bei mir fanden und dies ausgenutzt haben.

Jetzt, da ich das, was ich denke, wie ich denke und was mich antreibt, immer mehr auslebe, stosse ich bei einigen Leuten auf Widerstand, wo es vorher keinen Widerstand gab, wenn ich mich ihren Richtlinien und ihren Vorstellungen von meinem Leben untergeordnet haben. Einige Leute wissen oder wussten, was ein gutes Leben ist und welches Leben gut für mich ist. Bei diesen Leuten nimmt das Interesse an meinem Leben und an mir als Person rapide ab, sobald ich ihre Vorstellungen von einem guten Leben für mich nicht mehr teile. Anders gesagt: Wenn mich jemand nur deswegen akzeptiert, weil ich seinen Vorstellungen von einem richtigen und guten Leben entspreche, dann ist diese Person wohl nicht wirklich an mir als Person interessiert. Und sie verletzt dadurch eigentlich mich als Person und lehnt mein Innerstes ab.

Ja, mein Innerstes mag anders sein, speziell sein, provokativ für viele Menschen, aufrüttelnd, zu tiefgründig, zu kompliziert, zu wenig Fixes haben, zu sanft und zart sein, um damit umgehen zu können, unreligiös, nicht-hierarchisch und zu wenig in diese Welt passend. Aber niemand hat ein Recht, mein Innerstes zu BEWERTEN, mich zu manipulieren und mich nicht leben zu lassen.

Ich glaube ich will einfach jetzt leben und ich will MICH leben. Ich glaube, der Mensch kann nicht richtig Erfüllung finden, wenn er sich selbst verleugnet und sich von anderen bestimmen lässt.

Alles Gute und Liebe von
thoughts on life

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