I wish you would love me.

Liebe Leserin, lieber Leser

Mit diesem Post starte ich die „It’s time to be honest“-Serie über meine Beziehungen zu Menschen in meinem Umfeld. Ich werde dies in Briefen an diese Personen tun. Ich wünsche euch eine gute Lektüre.

 

Heutige Person: Severina

Severina kenne ich seit ca. 8 Jahren. Die Beziehung war anfangs, zumindest von meiner Seite, etwas distanziert und existierte ohne gross miteinander zu reden oder auszutauschen. Im letzten halben Jahr habe ich einen besseren Zugang zu Severina gefunden und ich rede und tausche mich gerne mit ihr aus.

 

Liebe Severina,

Als ich dich das erste Mal sah, habe ich dich nicht besonders beachtet. Also nicht in dem Sinne, dass ich grad besonders von dir angezogen worden wäre. Dann verliebte ich mich in dich. Und ich nahm deine Ausstrahlung, dein besonderes Wesen und etwas Geheimnisvolles, das manchmal aufblitzt, bei dir wahr. Ich wollte mich immer wieder von diesen Gefühlen trennen, aber es ging nicht. Ich wollte nicht, dass ich niedergeschlagen war, wenn du nicht anwesend warst. Ich wollte nicht, dass ich mich dir nicht entziehen konnte. Ich habe es versucht, aber es hat nicht geklappt.

Wie nehme ich dich wahr? Was habe ich gelernt? Wie möchte ich diese Beziehung zu dir in Zukunft gestalten?

Ich nehme dich als eine Person wahr, die glaub im Innersten tiefe Überzeugungen hat. Diese aber nicht immer grad offensichtlich nach Aussen trägt. Ich nehme dich als Person wahr, die viel von sich zu geben bereit ist und die sehr ehrliche und authentische Beziehungen möchte. Bei der man zuerst Vertrauen und eine echte Freundschaft aufbauen muss, bei der sie merkt, dass die andere Person WIRKLICH an ihr als Person interessiert ist, bis sie sich wirklich, dafür aber dann sehr tief, öffnet. In letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass ich mit dir auf Augenhöhe reden und diskutieren kann. Zumindest meistens. Und mich nicht mehr kleiner als du fühle. Nicht mehr irgendwie dir untergeordnet. Oder mich von dir irgendwie ausgeschlossen fühle. Ich bin froh, dass ich einen besseren Zugang zu dir gefunden habe. Und dankbar dafür.

Ich glaube, die Beziehung zu dir hat mich gelernt, selbstbewusster zu sein. Mich nicht klein zu machen. Und mit der Beziehung zu dir habe ich eine neue Freundin gewonnen, die ich sehr schätze. Immer mehr verwandelt sich die Beziehung zu dir in eine echte, wirkliche Freundschaft. Ich habe von dir gelernt, die Schönheit zu schätzen, seine Träume und tiefsten Wünsche und Sehnsüchte im Herzen zu bewahren und an ihnen festzuhalten. Ich habe von dir gelernt, an Menschen interessiert zu sein. Ich habe von dir gelernt, dass Anmut, Sanftheit und Schönheit gepflegt und kultiviert werden müssen. Ich habe gelernt und lerne immer noch von dir, seine Freunde sehr gern zu haben.

Ich glaube, ich nehme mir nichts Besonderes für die Zukunft meiner Beziehung zu dir vor. Vielleicht diese paar Dinge, die ich von meiner Seite einhalten möchte: Ich möchte dich nicht verletzen bei Dingen, die ich sage oder bei Dingen, die ich tue. Gegen Aussen scheinst du manchmal fast unverletzbar, über den Dingen stehend. Aber ich habe das Gefühl, dass das auch ein gewisser Schutz für dich ist und du im Inneren sehr verletzlich bist. Ich möchte dir keine Dinge, Verhaltensweisen, Denkweisen, Absichten oder Gedanken unterstellen, wo ich dies nur vom Gefühl her vermute, es aber nicht genau weiss. Ich möchte von meiner Seite an der Freundschaft arbeiten, aber ehrlich und authentisch sein und dir und mir nichts vormachen.

Danke für deine Freundschaft.

Lieber Gruss von
thoughts on life

 

Vorschau:
Die „It’s time to be honest“-Serie wird mit dem nächsten Blogpost weitergehen.

Bis dahin wünsche ich euch alles Gute und Liebe
thoughts on life

3 Kommentare zu „I wish you would love me.

Kommentar verfassen