Happiness does not come by itself!

Ich denke, jede und jeder möchte glücklich sein. Und die meisten möchten wohl ein erfülltes Leben. Bei mir hat es einige Zeit gedauert, bis ich gemerkt habe, dass es ein aktiver Prozess ist und nicht ein Warten, bis sich das Glück von alleine einstellt. Oder bis irgendwann mal was passiert und ich dann glücklich bin. Ich habe auch gemerkt, dass man dies nicht an Andere delegieren kann, die dafür auserkoren werden, für mich das Glück zu suchen.

Ich bin zurzeit daran, aktiv nach dem erfüllten Leben zu suchen. Und ich merke, dass ich am Glücklichsten bin, wenn ich am meisten bei mir bin. Also wenn ich das Gefühl habe, ich mache meine Entscheidungen nicht aufgrund den Vorstellungen anderer oder aufgrund den gesellschaftlichen Erwartungen. Mich macht glücklich, wenn ich mich in meinem Denken frei fühle. Wenn ich nicht einengende Denkmuster habe, die nicht mir entsprechen, aber die sich in mir abgespeichert haben. Für mich ist es ein richtiges Glücksgefühl, wenn ich merke, ich kann ganz frei entscheiden und ich führe diese Entscheidung dann auch aus. Dann ist es eben ganz MEINE Entscheidung. Und das sollte dann auch die Entscheidung sein, die am meisten mir entspricht. Die aus mir heraus kommt und ganz und gar mich und mein Wesen verkörpert. Dorthin will ich immer mehr gelangen.

Für mich war es ein Weg und ist es immer noch, mich nicht durch Menschenfurcht davon abhalten zu lassen, das zu tun, was ich empfinde und es so zu tun, wie ich es empfinde. Das hat auch mit Authentizität, also mit Echtheit, zu tun. Ich empfinde es jedes Mal als eine verlorene „Chance“, wenn ich etwas tun möchte, aber es nicht tue, weil es im jeweiligen Kontext als nicht angebracht erachtet wird. Mich macht es glücklich, wenn ich es dann eben doch tue, und dabei Andere inspirieren kann. Z.B. einen Gedanken äussern, Humor einbringen oder auch mal Herausschreien (das bin ich noch am Üben). Mich machen aber auch schon kleine Dinge glücklich, wo ich versuche, mich selber zu sein. Ich habe mittlerweile gelernt, dass ich sagen darf, wenn ich in ein bestimmtes Restaurant nicht hinein möchte, wenn ich lieber nicht ans Fest kommen möchte oder wenn ich lieber einen anderen Zug nehmen möchte. Ich glaube, es kann einen wirklich auch glücklich machen, wenn man zu sich stehen kann. Und mich persönlich macht es sehr glücklich, wenn ich spüre, dass ich mein Leben in Freiheit leben darf. Ich musste lernen, dass ich nicht für die Anderen verantwortlich bin. Wenn ich an einem Bettler vorübergehe, bin ich NICHT für sein Glück verantwortlich. Wenn jemand ein Problem hat, bin ich NICHT für deren Lösung verantwortlich. Wenn es an einem Anlass unharmonisch ist, bin ich NICHT für Harmonie zuständig. Wenn es jemandem schlecht geht, bin ich NICHT dafür verantwortlich, dass es dieser Person wieder besser geht. Ich bin auch NICHT für meine Eltern verantwortlich. Wenn du dich für sie verantwortlich fühlst, weil sie ja so viel für dich getan haben und du jetzt etwas zurückgeben sollst, dann ist es der völlig falsche Beweggrund und es ist kein richtiges Argument für mich. So handelst du nicht aus dir selbst heraus und du bist nicht frei. Dann kostet es auch sehr viel Energie, weil es der falsche Antrieb ist.

Ich denke, häufig ist die Moral ein Freiheitskiller. Es hat mir enorm geholfen, die Moral mal wegzulassen. Die kulturellen und gesellschaftlichen Vorstellungen vom „richtigen“ Handeln einmal wegzulassen. Ich kann dann herausfinden, was ICH denn möchte. Und dann mache ich es, weil ich es WILL und nicht, weil ich es MUSS. Ich will die Pflichten erfüllen, die von Gesetzes wegen bestehen. Aber weiter habe ich absolut keine Verpflichtungen. Ich wurde ja auch nicht freiwillig geboren. Also ist es meine Ansicht, dass ich mein Leben selbst gestalten kann und sogar MUSS. Denn es ist mein Leben. Und mein Leben gehört weder der Moral, der Gesellschaft noch irgendeiner Ideologie oder Religion. Es gehört MIR.

Auf die gemachten Schlüsse kommt man, wie ich finde, wenn man es von einem logischen, nüchternen Standpunkt aus betrachtet. Durch eine sachliche Analyse, die frei von irgendwelchen hysterischen Handlungsanforderungen, moralischen Einflüsterungen, angstmachenden Gedanken und durch Andere gestreute verwirrende Erwartungen ist.

Vorschau: In einem nachfolgenden Blog werde ich darlegen, wie aus meiner Sicht gerade Religion absolut dazu prädestiniert ist, einem die Freiheit zu rauben. Ja, rauben ist hier genau das richtige Wort.

Vorschau II: In einem weiteren Blog will ich dann aufzeigen, wie wichtig, ja geradezu unerlässlich es ist, dass man ganz frei ist (von Moral/Religion/Vorstellungen anderer, etc.), damit man seine wahre Berufung, sein wahres erfüllendes Leben leben kann.

Liebe Grüsse und bis dann.
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