Confessions of a weak

Ich muss zugeben, dass ich sehr häufig Angst habe, wenn ich an Männern oder Männergruppen vorbeilaufe. Sogar Angst, von ihnen geschlagen zu werden, wenn ich mich nur unpassend verhalten würde. Wenn ich ein anscheinend doofes Gesicht machen würde oder mich unterwürfig verhalten würde. Manchmal denke ich, sie können meine Gedanken lesen.

Ich habe Angst, dass ich traurig aussehe.

Ich habe Angst davor, dass ich ausgelacht werde.

Ich habe Angst davor, ausgeschlossen zu werden.

Ich habe Angst, von Frauen ausgelacht zu werden, weil ich zu wenig männlich sei und den Themen wie Sexualität und Beziehungsfragen nicht gewachsen sei.

Ich habe Angst, dass die Welt mich nicht will.

Ich habe Angst, dass man mir fehlende soziale Fähigkeiten für diese Welt vorhält.

Ich habe Angst, dass man mich als zu schwach für diese Welt einstuft.

Ich höre sie sagen: „You’re dismissed. Bitte wegtreten!“

Jetzt kann ich über diese Dinge reden und schreiben, weil ich sehr stark an Selbstvertrauen gewonnen habe und weiss, dass ich auch Jemand bin. Früher war ich von diesen Dingen so gefangen genommen, dass ich gar nicht darüber reden oder schreiben konnte. WEIL ICH DACHTE, DIE ÄNGSTE SEIEN GERECHTFERTIGT, DA DIE VORWURFSVOLLEN GEDANKEN ÜBER MICH STIMMEN WÜRDEN! Ich dachte, wenn ich geschlagen werden würde, dann wäre es meine Schuld gewesen. Weil ich ja so doof ausgesehen hätte und das geradezu eine Einladung gewesen wäre.

Aber ich gebe auch zu: Ich will nicht einen Schutzpanzer anziehen und ich will mich keinem Menschen gegenüber verhärten. ICH WILL SCHWACH BLEIBEN UND DAS AUCH ZEIGEN. Ich will verletzlich bleiben und ich will sensible Fühler behalten, um damit die Welt und die Mitmenschen auf einer feinen Ebene wahrnehmen zu können.

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